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Speicheltest

Zahnspangen

Auf dieser Seite finden Sie Fragen rund um die Zahnspange. Falls Sie weitere Fragen haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

Schiefe Zähne, was tun?

Liegen, warum auch immer, Zahnfehlstellungen vor, so gibt es verschiedene Methoden, diese Zahnfehlstellung zu korrigieren.
Da gibt es die "Zahnspange", die über einen längeren Zeitraum gezielten Druck auf Zähne und Kiefer ausübt. Es gibt herausnehmbare Klammern sowie festsitzende Apparate, bei denen die Zähne über Bänder oder aufgeklebte Plättchen (Brackets) fest mit der Spange verbunden werden. Die gute Mitarbeit des Patienten ist maßgeblich am Erfolg einer solchen Zahnstellungskorrektur beteiligt.
Ganz besonders wichtig ist die Pflege der Zähne während der Tragedauer, die natürlich erschwert ist. Hier gibt es z.B. spezielle Zahnbürsten und Zahnseiden für optimale Reinigung.

Bis zu welchem Alter lassen sich Zähne bewegen?

Zahn und Kieferknochen
Zahn und Kieferknochen Der Zahn ist eine selbständige Einheit und nicht fest mit dem Kieferknochen verwachsen. Durch ein enges Fasergewebe erhält die Zahnwurzel im Zahnfach - der Alveole- einen festen Halt. Zwischen der Wurzeloberfläche und der Wand des Zahnfaches verbleibt ein geringer Spalt, der durch das Faserwerk ausgefüllt ist. Stellungsänderungen der Zähne können in jedem Lebensalter von selbst eintreten oder durch kieferorthopädische Behandlung erfolgen. Der Durchbruchsdruck der Weisheitszähne oder funktionelle Störungen können bei Erwachsenen ungewollte Zahnstellungsanomalien, wie vorstehende, lückige oder engstehende Zahnreihen, auslösen, die sich mit fortschreitendem Alter weiter nachteilig entwickeln.

Wie sich die Zähne bewegen
Sind Zahnwechsel und Durchbruch der bleibenden Backenzähne bei Kindern und Jugendlichen von natürlichen Abbau- und Anbauvorgängen im Kieferknochen umgestaltet, bleibt die Zahnwurzel unbeschädigt und in ihrer Form stabil. Die biologische Eigenschaft des Kieferknochens – er reagiert auf Druck durch Knochenabbau und bei Zugwirkung auf die Haltefasern der Wurzeln durch Knochenneubildung – bleibt lebenslang und altersunabhängig bestehen. Die starken Kräfte beim Abbeißen oder beim Kauen verursachen aber keine Zahnstellungsänderungen, da die Krafteinwirkung nur sehr kurz ist. Lang anhaltender Druck auf die Zähne – selbst wenn die Kräfte nur sehr gering sind – bewirken Zahnstellungsänderungen.

Wie sich die Zähne bewegen Wie sich die Zähne bewegen

„Durch Kraftanwendung auf die Zahnkrone entstehen im Zahnfach Druck- und Zugzonen. Auf der Seite des Druckes reagiert der Kieferkochen durch Knochenabbau.“

„Auf der Seite des Zuges reagiert der Kieferknochen durch Knochenaufbau. Durch Knochenneubildung wird der entstandene Hohlraum ausgefüllt und der Zahn wieder gefestigt.“

© Zahnärztlicher Fach-Verlag GmbH

Welche Arten von Zahnspangen gibt es?

In der Kieferorthopädie unterscheidet man festsitzende und herausnehmbare Behandlungsgeräte.

Was sind die Vorteile von herausnehmbaren Apperaturen?

Herausnehmbare Klammern bestehen aus einem individuell gefertigten Grundgerüst aus Kunststoff, das üblicherweise in vielen verschiedenen Farben angeboten wird und sich mit speziell gebogenen Drahtelementen an den Zähnen "festhält". Die Geräte werden von den Patienten im Normalfall gut akzeptiert und inkorporiert. Das Sprechen ist zunächst gewöhnungsbedürftig, was jedoch kein Grund sein sollte, die Klammer dabei herauszunehmen. Eine einwandfreie Mundhygiene kann problemlos und ohne Mehraufwand aufrecht erhalten werden.

Der Nachteil von herausnehmbaren Apparaten ist, dass der Kieferorthopäde völlig auf die Mitarbeit des Patienten angewiesen ist. Die Klammer sollte mindestens 16 Stunden im Mund sein, sonst ist die Wirkung stark eingeschränkt. Dementsprechend wäre auch das Endergebnis weniger zufriedenstellend als bei konstanter guter Mitarbeit. Um dem vorzubeugen hat der Kieferorthopäde die Möglichkeit, auf festsitzende Apparaturen zurückzugreifen.

Wo liegen die Vorteile festsitzender Geräte?

Eine "feste Zahnspange" besteht aus mehreren unterschiedlichen Teilen: Zum einen aus Brackets, die mit Hilfe einer auch in der Füllungstherapie verwendeten Methode auf die vorderen Zähne geklebt werden, zum andern aus Bändern, die auf die hinteren Zähne zementiert werden. Die in den Einzelteilen steckenden Informationen über die Zahnstellung werden durch unterschiedliche Drahtbögen, die mit kleinen Gummibändern an den Brackets befestigt werden, auf die Zähne übertragen. Diese Gummibänder sind in bunter, aber auch in zahnfarbener oder durchsichtiger Ausführung zu haben. Im Normalfall werden Brackets aus Stahl verwendet. Für erwachsene bzw. sehr ästhetik bewusste Patienten werden weisse Brackets aus Kunststoff oder Keramik angeboten. Allergische Reaktionen auf die im Mund befindlichen Materialien zeigen sich selten.

Mit Hilfe von Bändern und Brackets können Zähne gedreht und auch körperlich bewegt werden, was mit herausnehmbaren Geräten nicht erreicht werden kann. Ein weiterer entscheidender Vorteil einer festsitzenden Apparatur ist, dass sie sich ununterbrochen im Mund des Patienten befindet und 24 Stunden wirksam ist. Der Kieferorthopäde ist weniger häufig auf die Mitarbeit angewiesen.

Nachteilig macht sich bemerkbar, dass die Zahnreinigung mit festsitzender Klammer erheblich aufwendiger ist als ohne. Der Einsatz von Hilfsmitteln wie Interdental- oder Einbüschelbürsten sowie eventuell Superfloss zusätzlich zum Putzen mit der normalen Zahnbürste wird erforderlich. Bei unzureichender Mundhygiene kann es dazu kommen, dass die Apparatur vorzeitig entfernt werden muss, ohne dass das Behandlungsziel erreicht werden konnte.

Wird für eine kieferorthopädische Behandlung immer eine "feste Klammer" benötigt?

Nein, festsitzende Apparaturen werden nicht für jede kieferorthopädische Behandlung benötigt. Die meisten Zahnbewegungen können jedoch mit herausnehmbaren Apparaturen allein nicht durchgeführt werden, so daß für einen Teil der Behandlung eine festsitzende Apparatur oft unumgänglich ist.

Bekomme ich eine lose oder feste Spange?

Das kommt auf die Art der Fehlstellung an. Mit der losen Spange werden in der Regel Kieferfehlstellungen in der Wachstumsphase ausgeglichen, während gedrehte Zähne meist mit einer festen Spange korrigiert werden.

Ist eine feste Spange schmerzhaft?

Die Zähne können einige Tage empfindlich sein. Manchmal kann auch die Mundschleimhaut für einige Tage gereizt sein. Essen und Sprechen stellen nach kurzer Eingewöhnungszeit fast nie ein Problem dar.

Machen Zahnspangen die Zähne kaputt?


Bei optimaler Zahnpflege ist dieses Risiko genauso gering wie ohne festsitzendes Gerät. Die meisten heute verwendeten Befestigungskunststoffe und –zemente geben Fluoride an die Umgebung – d.h. an die Zähne – ab, die den Schmelz härten und gegen Karies resistenter machen. Wenn die Mundhygiene jedoch über einen längeren Zeitraum ungenügend ist, sind kariöse Veränderungen an den Zähnen nicht auszuschließen. Diese machen sich als weisse Flecken bemerkbar, die hauptsächlich zwischen Zahnfleisch und Bracket und rings um das Bracket herum lokalisiert sind und von alleine nicht wieder verschwinden.

Wie kann ich das Risiko vermindern?


Es ist wichtig, dass Patienten, die sich in kieferorthopädischer Behandlung befinden, trotzdem regelmäßig zur Kontrolle zu ihrem Hauszahnarzt gehen – bis zum 18. Lebensjahr halbjährig, danach einmal im Jahr.

Ist es für die Zahnstellung gefährlich, wenn mein Kind am Finger lutscht?

Solange das Finger- oder Daumenlutschen während des 3. Lebensjahres aufhört, sind keine bleibenden Schäden zu erwarten. Wenn die Angewohnheit jedoch weiterhin besteht, muss tatsächlich mit Zahnstellungsänderungen gerechnet werden. Der Lutschdaumen (oder –finger) drückt in den meisten Fällen die Oberkieferzähne nach vorne und oben. Nicht selten resultiert das in einem offenen Biss. Von selbst bildet sich diese fehlerhafte Lage der Zähne nicht zurück, und ohne dass der Patient nicht mit dem Lutschen am Finger oder Daumen aufhört, können solche Fehlstellungen nicht dauerhaft kieferorthopädisch korrigiert werden.

Kroko

Vergleichbare Effekte können bei Patienten beobachtet werden, die – größtenteils unbewusst – mit der Zunge gegen die Zahnreihen drücken, was meistens in Verbindung mit einem Weiterbestehen des kindlichen Schluckmusters passiert. Auch hier kommt es oft zu ungewollten Kippständen und offenem Biss. In solchen oder ähnlichen Fällen kann es vorkommen, dass die Zusammenarbeit mit einem Logopäden erforderlich wird.