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Speicheltest

Behandlung

Auf dieser Seite finden Sie Fragen rund um die Behandlung.
Falls Sie weitere Fragen haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

Was passiert beim 1. Termin?

1. Termin:

Das erste Beratungsgespräch dient dazu, Sie bzw. Ihr Kind kennenzulernen und nach einer Voruntersuchung über die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung zu entscheiden. Wir besprechen Therapiemöglichkeiten, Behandlungsdauer und andere Fragen so ausführlich wie zu diesem Zeitpunkt möglich.

2. Termin:

Besteht Behandlungsbedürftigkeit, so sind ausführliche diagnostische Untersuchungen erforderlich:

  • digitales Fotografieren der Zähne und des Gesichtes zur Dokumentation und Veranschaulichung
  • Abformung der Zähne und Herstellung von Gipsmodellen: ermöglicht eine exakte Analyse der Zahnstellung und zeigt später den Zustand zu Beginn der Behandlung
  • Röntgenübersichtsaufnahme mit extrem geringer Strahlendosis: Liefert wertvolle Informationen über die Anzahl der Zähne, deren Lage und eventuelle anatomische Besonderheiten
  • Fernröntgenseitenbild: Aus dieser Perspektive lassen sich wichtige Daten zur Relation der Zähne, zu den skelettalen Verhältnissen und dem Profilverlauf gewinnen
  • Kiefergelenkdiagnostik: Mit dieser manuellen Untersuchung überprüfen wir die Funktion des Kausystems in Hinblick auf mögliche Schmerzen, Bewegungseinschränkung oder Knackgeräusche

3. Termin:

Nach Auswertung der diagnostischen Unterlagen wurde ein individueller Behandlungsplan erstellt. Gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten, beziehen wir Sie in die Therapiewahl mit ein. Wir besprechen das Behandlungsziel, die voraussichtliche Behandlungsdauer und die formellen gesetzlichen und krankenkassentechnischen Vorgaben.

Tut die Behandlung weh?

Das Eingliedern von festsitzenden und herausnehmbaren Geräten ist im Normalfall schmerzfrei, bestenfalls ein wenig unangenehm. Um Zähne oder Zahngruppen bewegen zu können, ist es notwendig, bestimmte – geringe – Kräfte anzusetzen. Dies macht sich als Druck auf die betreffenden Zähne bemerkbar, der von verschiedenen Patienten unterschiedlich stark empfunden wird. Insofern sind leichte Schmerzen an den Zähnen etwas, womit zwischenzeitlich gerechnet werden muss.

Welche Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien sollten von einem Kieferorthopäden behandelt werden?
  • Zahnfehlstellungen bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
  • Große Frontzahnstufe (der Unterkiefer liegt zu weit zurück und/oder der Oberkiefer liegt zu weit vorne)
  • Kreuzbiss (die unteren Zähne stehen vor den oberen)
  • Offener Biss
  • Tiefer Biss (die unteren Schneidezähne werden zu stark von den oberen verdeckt und beissen eventuell in die Gaumenschleimhaut ein)
  • Verlagerte und impaktierte Zähne, die nicht genug Platz haben, aus dem Kiefer an die vorgesehene Stelle zu wachsen
  • Nichtanlage von Zähnen
  • Engstände und Lücken
Wann sollte mit einer kieferorthopädischen Behandlung angefangen werden?

Bei Patienten, die sich noch im Wachstum befinden, sollten normalerweise die bleibenden Eckzähne zu Beginn der Behandlung schon vorhanden sein. Das sind die dritten Zähne von der Zahnbogenmitte aus gesehen. In den meisten Fällen ist es nicht sinnvoll, früher anzufangen, weil die Behandlung sonst zu lange dauert. Alle vorhandenen bleibenden Zähne (mit Ausnahme der Weisheitszähne) müssen durchgebrochen sein, bevor ein Fall beendet werden kann. Wird zu früh begonnen, verlieren die Patienten irgendwann die Motivation und vernachlässigen die in der Kieferorthopädie essentielle Mitarbeit.

Natürlich gibt es auch Ausnahmefälle, bei denen es entscheidend ist, unerwünschtem Wachstum möglichst frühzeitig entgegenzuwirken. Dazu gehören sämtliche Formen einer umgekehrten Frontzahnstufe. Hierbei stehen die unteren Schneidezähne fehlerhafterweise vor den oberen, was zum Beispiel dadurch verursacht wird, dass der Unterkiefer zu weit vorne und/oder der Oberkiefer zu weit hinten liegt.
In solchen Fällen sollte mit der Behandlung schon ab einem Alter von etwa 6 Jahren angefangen werden.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem vom Alter des Patienten zu Behandlungsbeginn, vom Ablauf des Zahnwechsels und zum großen Teil von der Mitarbeit des Patienten. Bei durchschnittlicher biologischer Reaktionslage und guter Mitarbeit beträgt die Behandlungsdauer etwa 3-4 Jahre.

Müssen Zähne gezogen werden?

Grundsätzlich könnte man jede kieferorthopädische Behandlung ohne Zähneziehen durchführen, und tatsächlich ist der Erhalt aller Zähne auch ein ganz verständlicher Wunsch.
Leider entstehen dem Patienten jedoch in manchen Fällen erhebliche andere Nachteile, wenn unbedingt alle Zähne erhalten bleiben sollen.

Langzeitstabilität:

Wenn sich zu viele oder zu grosse Zähne in einem kleinen Kiefer drängen, kann der Kieferorthopäde die Zähne zwar gerade stellen, aber der Kieferknochen wird dabei überstrapaziert: es ist wie ein grosses Haus auf ein zu kleines Fundament zu bauen. Auf lange Sicht ist in solchen Fällen immer mit Schäden am Zahnhalteapparat zu rechnen - keine schöne Aussicht.

Ist jeder schiefe Zahn ein Gesundheitsproblem?

Im Prinzip nein, jedoch verursacht aufgrund der großen Bedeutung der Zähne für das Nervensystem fast jede Abweichung von der Optimalstellung eine periphere Anpassung der Funktionskreise im Sinne einer Belastung.

Wie und warum lassen sich Zähne ein Leben lang bewegen?

Zahn und Kieferknochen
Zahn und Kieferknochen Der Zahn ist eine selbständige Einheit und nicht fest mit dem Kieferknochen verwachsen. Durch ein enges Fasergewebe erhält die Zahnwurzel im Zahnfach - der Alveole- einen festen Halt. Zwischen der Wurzeloberfläche und der Wand des Zahnfaches verbleibt ein geringer Spalt, der durch das Faserwerk ausgefüllt ist. Stellungsänderungen der Zähne können in jedem Lebensalter von selbst eintreten oder durch kieferorthopädische Behandlung erfolgen. Der Durchbruchsdruck der Weisheitszähne oder funktionelle Störungen können bei Erwachsenen ungewollte Zahnstellungsanomalien, wie vorstehende, lückige oder engstehende Zahnreihen, auslösen, die sich mit fortschreitendem Alter weiter nachteilig entwickeln.

Wie sich die Zähne bewegen
Sind Zahnwechsel und Durchbruch der bleibenden Backenzähne bei Kindern und Jugendlichen von natürlichen Abbau- und Anbauvorgängen im Kieferknochen umgestaltet, bleibt die Zahnwurzel unbeschädigt und in ihrer Form stabil. Die biologische Eigenschaft des Kieferknochens – er reagiert auf Druck durch Knochenabbau und bei Zugwirkung auf die Haltefasern der Wurzeln durch Knochenneubildung – bleibt lebenslang und altersunabhängig bestehen. Die starken Kräfte beim Abbeißen oder beim Kauen verursachen aber keine Zahnstellungsänderungen, da die Krafteinwirkung nur sehr kurz ist. Lang anhaltender Druck auf die Zähne – selbst wenn die Kräfte nur sehr gering sind – bewirken Zahnstellungsänderungen.

Wie sich die Zähne bewegen Wie sich die Zähne bewegen

„Durch Kraftanwendung auf die Zahnkrone entstehen im Zahnfach Druck- und Zugzonen. Auf der Seite des Druckes reagiert der Kieferkochen durch Knochenabbau.“

„Auf der Seite des Zuges reagiert der Kieferknochen durch Knochenaufbau. Durch Knochenneubildung wird der entstandene Hohlraum ausgefüllt und der Zahn wieder gefestigt.“

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